Christliche Reden
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digen, denn dazu bin ich gesandt," und.hier in Galiläa am See Genezarcth dringen sieaufs neue zu ihm. — Kein Evangelist lobetJesum: es ist nie einem in den Sinn gekommen,von ihm einen glanzenden Charakter, eine posaunendeBeschreibung seines Ruhms zu entwerfen: denn wiekonnten, wie wollten sie den lo.ben, der derSohn Gottes, die sichtbar gewordene Herrlichkeitdes Eingebornen war, voll Gnade und Wahrheit?sie lobten ihn aber thatlich, das ist, sie zeigenseine Kraft in Wirkung, sie bemerken den Blitzseines Worts, wie ec Herzen aufrcißt, den Son-nenstrahl seiner Gegenwart, wie sic Volker undSchaaren sammlet. Er predigte gewaltig und nichtwie die Pharisäer: ihn jammerte des Volks, als
einer zerstreuten, verlaßnen, hirtenlosen Heerde:die hirtenlosc Heerde zog ihm nach: sie fand beiihm, was ihr sonst fehlte: sie drang hinzu, vonihm das Wort Gottes zu hören. Und ob nun gleichviel Unlauteres dabei war: jenes Volk kam des wun-derbaren Brods wegen, womit sie genährt waren,ein anderer Theil der Kranken wegen, die auf seineHülfe warteten; Gotteskraft indes, die Lichtnaturseines Worts, das im Dunkeln schien, und dasdie Finsternis nicht zu überwältigen vermochte, bliebdoch immer sichtbar und wirds bleiben, so lange derletzte Strahl dieses Worts Jesu auf Erden seyn-wird. Er kam ein Licht in die Welt, Vol-ke r z u erleuchtcn zum Preise Gottes:die Decke der Finsternis und Verhärtung hing überden Gemüthern, Finsternis kämpfte mit dem Licht,denn ihre Werke waren böse; das Licht indes leuch-tete und wärmte fort: neue Schaaren drangen hinzu,seinen Glanz zu empfangen.