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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

daß du kalt oder warm wärest! Ich weiß deineWerke, du hast den Namen daß du lebest mch bisttodt. Das sagt, der da hat das zweischneidigeSchwerdt und Augen wie Feuerflammen, und wan-delt unter den Gemeinden, und bat den Schlusses,der austbut und niemand schleußt zu, der zuschleußt,und niemand thut auf" Er war einst auf Er-den , ein Hirt der Menschen; und wie treu suchteer menschliche Seelen! wie umrmüdet lief er nacheinem Schäme, zündete ein Licht an, und suchtenach einem Groschen, und wenn er ihn gefundenhatte, wie freute er sich mit englischer himmlischerFreude! Zöllner und Sünder nabm er an, undfreueie sich einer Maria, die zu seinen Füßen saß,und das beste Tbeil erwählte Wie sanft trug erdie Zwölfe, die ibm Gott gegeben barte, daß erkeinen verlöre, straft ihre Fehler mit Liebe undScharfe, Keilt ilwe Wunden mit Balsam, und woauch bittere Arzneien seyn mußten, wie verband ersic mit Lindigkeit und Liebe, warnt seinen Ver-raiher, blickt sich nach einem Reuenden um, undsuchte noch in den letzten Augenblicken die Seeleeines verirrten Fremdlings, und ließ nicht nach,bis er ihn mit sich ins Paradies führte!EinBeispiel Hab' ich euch gegeben, daß ihr thut, wieich euch gcchan habe!"

Auf eben der Bahn gierigen seine Apostel fort: 'durch Arbeit und Mühe, Wachen und Fasten, ingroßer Geduld, in Erkennlniß und Langmuth, inFreundlichkeit, im heiligen Geist, in ungefärbterLiebe im Wort der Wahrheit und Kraft Gottes,durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und