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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho milien.

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Linken." Paulus nennt Timotheum einenG 0 t t e s m e n sch e n, und wenn irgendwo dieMenschheit Gorres , das Nachbild Jesu sichtbar fernsoll-, soll's nicht vielmehr und zuerst bei einem Leh-rer sevn, der andre zur Gerechtigkeit weiser? Ersoll Jesum nicht bloß predigen, sondern darstcllenin seinem sterblichen Leibe mit Geist und Kraft:ehnmachrig durch sich selbst und alles mit Gott ver-mögend: verzweifelnd an sich und durch den Glau-ben stark, alles zu überwinden;als die Unbe-kannten , und doch bekannt; als die Sterbenden,und siehe sie leben; als die Armen, aber die dochviele reich machen." Er soll ganz im Evangclio, indem großen lebendigen Werk und Reich Gottesleben, daß Jesus gekommen scy, Menschen seligzu machen, und daß er ein Werkzeug sey, daß diesWort und Werk an vielen erfüllt werde, und erviele menschliche Seelen Christo gewinne.Werauf einen andern Grund bauet, sagt Paulus, deßWerk ist Heu und Stoppeln, der Tag wirds klarmachen: welcherlei jedes Werk ist gewesen, wird

das Feuer bewähren."

O wie kurz fallt hier Menschenkenntnis? undMenschengelehrsamkeit und Menschenweisheit! wieoft sind diese Hüllen ohne Kern, Wasser ohne Geist wenn sie Geist aus Gott nicht belebt! wir wür-den uns winden und mühen, Vorsätze fassen undzerfließen seken, ewig sehen, daß wir vergeblich lie-fen, bei jeder Zurückstoßung ermatten, bei jedemHinderniß straucheln. Aber Gottes Geist, wo dtkbelebest, da hat der Schwache Kraft und der Jüng-ling Muth. Da fahren wir auf mit Flügeln wie