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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

aber aus ist, oder dämmert und dunkel scheinet:sich eine Schaar Schlaftrunkne zu denken, die inihren Traumen manchmal auffahren, und geistlicheWorte sprechen, träumend aber und schlaftrunkenfortwandeln bis zum Abarund! Und welche Em-pfindung muß der Anblick dessen für den Wächtersepn, der über die Heerde gesetzt ist, wenn er selbstwacht! Der Lehrer in der Schule sieht's undkann's sehen, wie sein Bäumlein wachst, wie essich mit Laub und Biürhe und hoffnungsvollenKnospen kleidet; der Lebrer in der Gemeinde Got-tes sollt's nicht sehen dürfen? Er sollte nicht denLohn des Töpfers haben, seiner Hände Werk zusehen, oder den Lohn des Saemanns, was er aus-streut, aufkeimen zu sehen? Freilich treibt Gottsein We k verboraep und in der Stille, daß Men-schenangen es nicht sebcn, Menschenhände es nichtbetasten können; er bildet menschliche Seelen, wieer Kinder im Mutterleibs bildet, verborgen, künst-lich, unbegreiflich, aber mit Schöpferliebe und Weis-heit. Er erhält sein Wort auch im Anscheine derUnfruchtbarkeit, wie jetzt den Saamen unter Schneeund Eis, durch innere Gotteskraft und Wärme Aber kennt man nicht den Baum an seinenFrüchten? Kann man auch Trauben von Dornenund Feigen von Disteln lesen? und könnens Wein-stöcke und Feigenbäume sepn, die Dornen und Di-steln tragen? Kann ein Licht leuchten, ohnedaß es scheine ? und eine Flamme brennen, ohnedaß sie warme? Kann also das edelste Licht, diestärkste Flamme, das Wort Gottes und sein Reichmüßig und unfruchtbar fern, wenn es da ist, wennes im mindesten Raum gewinnet? oder muß es