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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho milien.

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auch Diener, thatigc Anrichrer des 3reichsGottes, durch die er sein Werk tccibc. HohesAmt! Wichtiger Beruf im Namen Gottes!Wie schwer wird's in unfern Zeiten nur Seelenkennen zu lernen, zu wissen und jemand davon zuüberzeugen, daß ec eine unsterbliche ewige Seelehabe! Wir erliegen so sehr unter Sorgen und Ge-schäften des irrdischcn Lebens; wir beschweren, wieChristus lange vorher gesagt hat, unsere Herzenmit Speise und Trank, und schleppen uns mit sovielen Ketten der Höflichkeit, des Geschmacks undanderer Beziehungen, daß es oft außerordentlichschwer ist, nur Ein Wort vom Herzen zu Herzenzu sprechen, geschweige das ganze Amt zu führen,das Gottes Geschöpfe zu Ebenbildern Christi, undzu Erben der Ewigkeit machen soll. Und, Lehrer!du bist Seelsorger! du sollst Mcnschenseelensuchen, wie der Hirt seine Schaafe sucht, wie derNetter sich um seinen verlornen Sohn kümmert.Wenn alles schliefe, sollst du die weckende Stimmeseyn, die die Schlaftrunkenen störe und rufe: derHerr kommt! -- Wenn dies nur in all-

gemeinen rührenden Ermahnungen gnug wäreaber die bloß allgemeinen Ermahnungen rühren sooft nicht mehr: man glaubt sie zu wissen und tau-sendmal gehört zu haben: man speiset sich mit demmißbrauchten Wort Erbauung, Andachtauf die kälteste Weise, wie mit Ziffern und Buch-staben ab, und freuet sich bleiben.zu können, wieman ist. Welch ein Elend ist's da nun, sich auchbei dem äußerlichen Gebrauch des Wortes Gotteseine schlafende, schlaftrunkne Heerde zu denken, woder Leuchter steht und vielleicht glanzt, das Licht