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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

sind ? oder nicht sind ? die sich so ganz von Leimund Kotherde fühlen, daß sie sich nie aufrechterheben können, oder wenn sics wagen wollten,gar in Stücken auseinander fallen. Beiallen guten Anlagen, die dergleichen Menschen ha-ben können, wird doch niemand sagen wollen, daßsie einen gewissen Zweck, eine gewisse Stufe desB e st re b en s m i t si ch selbst erreicht habenzu der der Mensch, jeder auf seiner Stelle in derWelt, doch einmal da und ohne die erwirklich Thier ist. Man nehme einemMenschen durchaus das Gefühl wegdasbin ich! das habe ich werden wollen, und bins ge-worden! das habe ich werden wollen, und habe ge-sehen , daß ichs nicht, oder noch nicht werden kann!das bin ich noch nicht, darauf arbeite ich aber, eszu werden!" man nehme, sage ich, einem Men-schen doch das Gefühl, diesen Lichtstrahl einer edlenBesinnung sein selbst, einer würdigen Be-spiegelung in sich selbst, weg, bei derfortgchenden Reihe seiner Handlungen weg undman hat wirklich die Wurzel, die sich foctschlin-gende Wurzel seiner Menschheit weggenom-men , die allein edle Baume, edle Stamme, vonguten Thaten hecvorschießen könnte. Es bleibt die-sen entarteten, unstolzen, unfühlbarcn Geschöpfenalsdann nichts übrig, als bloß dem Zuge der Trie-be, der Sinne, der Gelegenheiten, der Si-tuationen zu folgen: er ist alles von außenund nichts mehr von innen Thier, aber keinedles, sich selbst fühlendes, aus edler Be-sinnung sich selbst zum Guten fr ei bestim-men des Geschöpf mehr, was er als Mensch seyn