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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Homilien. 149

sollte. An ihm wird der Fluch erfüllt: daß er

auf seinem Bauch krieche, und Erdeesfe sein Leben lang. Und da, M> Z., derMensch cs doch nie ganz zu dieser Unwürde, zudieser kriechenden Vergessenheit seinselbst bringen kann: so wird meistens nur derunwürdige Doppelsinn, die unerträglicheFalschheit der Seele daraus, die, wie ich ge-wiß bin, der einzige Grund der meistenmenschlichen Nichtswürdigkeiten und Unar-ten ist. Die menschliche Seele ist niemals einLeusel, um das Böse des Bösen wegen zuwollen; aber sie wird nur zu oft sich selbstuntreu, unbeständig gegen ihre eigenenGesinnungen und Uebcrzcugungen und Vorsätze,fällt gle i chs am v 0 n si eh selbst ab, undwird also kein Teufel, aber eine ihr selbstunwürdige menschliche Seele. Sic han-delt gegen sich selbst als Betrügerin; vergißt mitFleiß, was sie zur andern Zeit nie vergessen wollte;verbringt und verdunkelt, was sic zu andrer Zeitfür wahr und gut und einleuchtend erkannte; machtAusnahmen, die sie sonst nicht gemacht haben wür-de , und auch jetzt im Grunde ihrer Ueberzeugungnoch nicht machen kann Kurz, sie spielt mitsich das Spiel verbundner Augen, ist untreu, un-wahr , kriechend gegen sich selbst. Und nun kann,M. Z., wie alle oft wiederholte Verrichtungen inder menschlichen Natur, auch dieser Zwang, die-ser Doppelsinn, diese unwürdige Falschheitgegen uns selbst, allerdings leider! zu einem Gra-de von Geläufigkeit, von Fertigkeit,von zweiter Natur gemacht werden, über die