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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

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einmal fragen, M. Z., ob das dem Menschen er-laubt sey? sondern nur, ob er, wenn er gutseyn , wenn er auf Güte des Herzens arbeiten will,ob er im geringsten ohne dieselbe, ohne dies Gefühldes Edlen und Würdigen seyn könne? und daskann er in der That n i ch t: Sobald ein Menschmit Fleiß und innerer Wahrheit der Seele zu demEndzweck strebtSiehe! so wollte ich gern seyn!mich gern als den Guten, als den Bessern, imBesitz der Gcmüthsart, der Uebcrwindung, dcredlern Wirksamkeit, der großer» Stille des Gei-stes, der fortdaurenden Gesinnung fühlen! Dieseund jene That möchte ich gern, und so lange, undauf solche Weise, und mit dem erreichten Endzweckgethan! mich von dem Fehler, der Unbestandheitmit mir selbst, der Schwachheit, der Zerstreuungbefreit haben, und freudig fühlen, daß ich davonfrei bin!" So bald und lange der Mensch aufdiesen Endzweck strebt, so muß er auch bei jedemSchritte des Strebens, bei jeder Thcilerreichungseines edlen Endzwecks cs fühlen, daß, und wiefern er ihn erreicht habe! es mit Stolz, mitWonne, mit Süßigkeit fühlen! DieseSüßigkeit ihm Aufmunterung und innere Be-lohnung seyn! dies edle Selbstgefühl, gut,besser zu seyn, als er war, ihn insonderheit auchda aufregen, wo die Erlangung der Tugend,Kampf, Ueber Windung ist und ist das,M. Z. , so sehen wir, ein edler, ein würdiger Stolzist nicht bloß ein erlaubter, sondern ein nöthi-ger, ein unabtrennlicher Gefährte der Tu-gend und guten Bestrebungen! Er ist es, der demlechzenden, ermattenden Wanderer neue Lust, neue