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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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134
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Christliche Reden

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regeln unsers Verhaltens uns vorlie-gen, sich unterrichten, aufmunnrn, und in seinerDenkart des Guten fester und edler werden will:der sammle seine Gedanken zu dem Grade von stil-lem Lichte, in dem die Gotttnit überzeugend undbessernd an unfern Seelen wirket, u. s. w.

Text: 2. Co r i n th. 11, v. 19 33 .

Kapitel 12, 1 ri.

Unser Text ist der längste im ganzen Jahr,er erstrecket sich über zwei Kapitel und säst weiter;er spricht mit einem Aeucr, mit einer gedrängtenKürtze, und - spricht von sich selbst. Cs ist eineLobrede, die Paulus in so langem Arhcm auf sichsclvst balt, da er s i c h seinen Verläumder Schrittvor Schritt, Seite vor Seite entgeaen setzet undgleichstellet, sich lobet, seine Thaten, Leiden,Begebenheiten des Lebens an - und durchführet, seineVorige, bis auf die Offenbarung, der er gewür-diat wäre, hermißt; kurz, der längste und lautesteLobredner sein stlbst wird. So wie nun überhauptvielleicht n i ch t s schwerer ist, als von sichselbst gut zu reden, und nichts seltner ist,als das Bild eines Mannes zu finden, der von sichmir Würde und ohne Hochmut!) zu reden weiß, demder Selbstrubm wohlstehe so werden wir auchjetzt das Vorbild des Apostels nicht besser nutzenkönnen, als wenn wir die Stücke bemerken, dieauch sein Selbsrlob von dem gewöhnlichenNarre n rühm und den edlen Stolz von demkriechenden Dinge, was man Demuth nennet,unterscheiden.