Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
Seite
133
Einzelbild herunterladen
 

und Ho will cn.

r33

so wäre die Untersuchung der Ursachen auch dieserHeuchclsitte, für diesen Ort, für diese Stunde undVersammlung ein zu verflochtener und sehr unge-höriger Plan: so wie cs überhaupt scheu eine feineund sehr schwebende Untersuchung ist, wo Würdesein selbst aufhöre, und Ehrsucht anfangs:edler Stolz erlaubt sey, und wo er unwürdigerHochmuth werde ? wie weit man sich selbst h o ch-achtend fühlen, und gleichsam sich unkun-digen könne? und man, um nicht selbst imGefühle gegen sich entsetzlich klein zu werden, vonsich schweigen müsse? >

Zur letzten so nothwcndigen und wichtigen Un-tersuchung haben wir heut, unseren Text gemäß,Veranlassung. Wir werden die Frage untersuchenkönnen, wie fern jedweder, der an sich selbst zueinem Zweck des Guten arbeitet, sein Gutes undjeden neuen Schritt desselben, mit einer 'gewissenWürde und Selbstgefühl nicht nur empfinden kön-ne, sondern auch m ü ß t e, um Aufmunterungund den süßesten Lohn der Tugend zu genießen;wo aber dieses edle Gefühl sich von niedrigemStolz, Schwindel über sich selbst, unterdrücken-dem Hochmuth gegen andre und Puppencitclkcitüber unrichtige Vorzüge himmelweit unterscheideDie Untersuchung, M. Z. , kann für keinen gleich-gültig seyn, dem die Bildung sein selbst, die Füh-rung seines Herzens nur auf einem so schmalenWege zur Vollkommenheit irgend ein Ernst gewor-den. Und wer also auch in Betracht dieser Pflicht,wo uns unser Herz so oft verführt,und wo doch so richtige deutliche Grund-