und Ho Milieu. rsS
dern zu verrufen, zu verspotten und zu verlaum-dcn? Wie, Mensch, wenn es auch wahr, undaus deinem Perzen dir zugegeben wäre, daß dieseund jene Beweggründe d i r zureichrcn, um im-mer edel zu denken und aut zu handeln, bist dudenn mit einmal Gesetzgeber, daß sie auch jedemAndern, von ganz andrer Denkart und Empfind-barkeit, zureiÄen sollen und müssen? Wie, wennsich seine Seele an die frühe Empfindung dieser undjener Wahrheit, deren Stärke du nicht cinsiehestund fühlest, gewohnt hatte, daß ihre Thatiokeitgleichsam zusammen verwebt mir dieser Empfindungwäre — entreiße, verböhne, bestürme du ihr eins,und sie wird mit dem empfindlichsten Schmerz füh-len, daß du ihr eigentlich das andere rauben wol-lest; daß du ihr die zartesten Faden ibrer Denkartwegschneiden, ihr in den empfindlichsten Stellenihres Herzen würben wollest, daß du ihr die Er-quickung und Trost ihrer Tuaend, die nun ein-mal nicht die deinige ist, rauben wollest — und,M> Z., hat wobl ,emand unter uns dazu Recht?Stört er nicht immer doch eine ganze Wirk-samkeit und Glückseligkeit, das ganzeTriebwerk eines andern Menschen,das er nicht stören darf und soll? Wie? wennwir nicht Richter darüber sepn könnten, daß undob jemand vor seinem Gott ein guter Haushalter,d. i. tuaendbasr sey? können wirs richten, auswelchen Gründen, mit welchen Trieb-federn ers hatte sevn sollen, seyn können, undeinzig werden müssen? Wir, die wir kaum un-sere Seele kennen, und ihre Empfindbarkeit und