und HomilieN.
ii3
daS unmittelbar vor ihm stehet, verzweifeln wollen,weil dies Bild hie und da, zu der und der Stun-de verdeckt oder umwöikt gewesen? Genug, jetztstedtS vor dir. Und nicht immer, M. Z. , istswohl so umdeckr gewesen, als wir wohl glauben,und nie hals so verfälscht seyn können, daß es unSgar an seiner Wahrheit verzweifeln machte. Giebtswohl zwei gesunde BerNunfte, die untereinerlei Umstanden sich einander völlig entgegen unddock beide gleich gesunde Vernunfte wann? Undeben so wenig eine doppelte, eine vielfache, sichäußerst entgegengesetzte Tugend. Man sage docheinmal, ob das wahre Recht und Unrecht, die Re-gel der Billigkeit t „was du nicht willt, daß dirandere rhUn, das tbue auch ihnen nicht!" die wah-ren Empfindungen von Redlichkeit, Gercchli.ckeit,Freundschaft, GroßMuth, Menschenliebe — ob diewohl so verkehrt, so verkannt werden können, daßman ihr Gegenrheil vor Tugend annekme? Wel-cher Wilde hats denn je an sich für eine edle guteThat gehalten, Ken Freund, der sich uns auver-trautc, hinterlistig oder grausam zu ermorden, ihnzu peinigen, ihn zu verachten? Welches mensch-liche Herz, das Liebe gegen seine Eltern Und Kin-der , Freundschaft gegen seine Freunde, Murh undTharigkeit für sein Vaterland, Großmut!) zu edlenZwecken, u. s. w. für Niederträchtigkeit gehaltenhatte oder halten konnte? — Irrt es sich nunaber in den Umstanden, wirds bei seiner an sichguten Absicht durch Vorurthelle, falsche Ncben--Ncigungcn,' Gewohnheiten, Leidenschaften, Beispiele,und was weiß ich mehr in der Anwendung mißqc-leitet — Es wird, sagt Christus, dem heyd-Herders AÜerre z. Rel. ti.jä.heotIlA» H