und Ho Milien. - INI
wendet: muß sich nicht allerdings die Gestalt undFarbe desselben nach den Gegenständen, nach derMethode, nach der einzeln Art der Ausbildung undUebung richten? und kommt nun nicht eben aufdie Treue dieser Anwendung, nach un-fern, Maas von Einsichten, nach unserm Gefühlund Stand - und Sehepunkte alles an ? und werists nun, der bei allen Völkern der Erde, zu al-len Zeiten, unter allen Erziehungs - und Lebens-arten, nach allen Silken und Gestalten, dies in-nere Gefühl, diesen Grad thcils der Uebcr-zeugung , theils der Treue in U n wend u n gkennen kann? es wissen kann, welcher Jrrthumverzeihlich oder unverzeihlich, welche Gewohnheitüberwindlich oder beinahe unbezwingbar, welcheBorurtheile zu vermeiden oder schlechterdings un-vermeidlich waren ? Bei allen Bildungen und Miß-bildungen einzelner Seelen, einzelner Herzen? —wer weiß dies , als der einzige, innige, ewige Zeu-ge aller unserer Gedanken, Absichten, Treue undUntreue, Gesinnungen und Entschlüsse — DerHerr ists allein, der da richtet: allein,der ans Licht bringen kann, was aufder ganzen Erde für uns im Finsternverborgen ist, und den Rath der Her-zen offenbaren.
Wenn wir in unser eigen Leben, in unsereeigene Jugend zurückgehen, und nur überdenkenwollen, was bei uns frühe Eindrücke, tief und zei-tig angenommene .Vocurthcile, jugendlich ange-wöhnte Schwachheiten und Thorheiten für Wurzel