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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

Geitziger wirbt. Aber der Gedanke, den jeder da-mit verbindet, die befriedigte Begierde, die erreichte,oder nun zu erreichende Absicht, die Plane vonGlück oder Genuß, das jeder zu erstreben hofft,das sind die Götzen, denen sie dienen, die geliebtenPhantasien, die sie umarmen. Der Mensch istbei alle dem, was er thut, will, und genießt,nichts als ein Bildhauer, der seine Idee, seine-Phantasie aus der Bearbeitung des Steins her-ausbcingt: Stein bleibt auch nach der Bearbeitungimmer Stein; immer noch der Marmor, der imSchroffe des Berges war; nichts als die Idee, dasBild, was ihm der Künstler anschafft, und anderein der Gestalt erkennen, darauf arbeitet er, dasmacht den Stein zu seinem Geschöpfe.

Es ist auch so wahr, M. Z., daß jeder derMenschen seine und anderer ihre Handlungen aufsolchen Fuß nimmt, und gleichsam verehret, daßcs nur der äußerst Blödsinnige seyn kann, der demMenschen auf solche Weise, Wahl, Absicht, Zweck,kurz Moralität abläugnete. Es braucht keinem Ein-fältigen erst gelehrt und weitläustig bewiesen zu wer-den, daß eine verachtende Miene, ein beleidigenderTon, wenn es gleich nur Miene, und Ton wäre,sein widriges Gefühl erregen solle, und cs brauchtauf der andern Seite Gottlob! keinem Kinde erstdurch willkührlichen Unterricht, durch verabredeteGrundsätze cingeflößt zu werden, wie es Handlun- ^gen der Liebe, der Menschcnsreundschast, der Wohl-gefälligkeit aufzunehmen habe? Seine Miene wirdsich von selbst zum Lächeln bilden, die natürliche ^