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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

und kraftvoll, lief und eben, alles nur ein-zelne Eigenschaft dieses guten Bodens. Willig-keit der Aufnahme, Treue und Tiefe der Be-wahrung , Geduld und Kraft in der Anwen-dung Eigenschaften der guten Seele des Gegcn-bildeS.

Der lockere Boden nimmt willig die Saatan, und wo? und wie? und woher mir das Gutekomme, was ich als das meine anerkenne! wo Gottmir spricht! wo sich das innere Bild meiner Seeleansglanzt, so will ichs annehmen, Herz und Sinnnicht dafür verschliefen Diese Rechtschaffen-heit und Willigkeit, M. Z., die gleichsamdie erste Grundeigcnschast alles Guten in der mensch-lichen Seele ist, verdient auch unsere höchste Sorge.Was, und wie unser Acker sey? was? oder wieviel in uns gcstrcuet werde? dafür können wir nicht,und darüber haben wir auch nicht zu sorgen. Aberwas? und wie viel in uns gestreuet werde cswohl aufzunehmen, es nicht dem erstenRaubvogel der Zerstreuung und Verführung zu über-lassen , das ist unsere Pflicht, in der wir nichtscharf genug seyn können, weil wir in ihr uns nurzu oft untreu sind. Wir sammlen das Gute nurzu oft mehr aus einem gewissen lieben Leichtsinn,Lüsternheit und Neugierde in uns, als aus treuer,strenger Begierde nach Besserung und Güte: undeben wenn wir alsdenn einmal von dieser innernBahn der Rechtschaffenheit entfernt sind, daß wiruns Sachen verhcelen, die wir nicht mögen, sokommts, daß wir uns ebensallS Sachen erkünsteln,die wir mögen, und die nicht für uns sind. Man