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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

Umstande stnds, die mehr zu Gott hivwcißen, alsvon ihm oblenken, mehr bervonrciben. als ersticken.Dielleicht gäbe es also noch die mästen Reste vonUnschuld, Tugend, Sirtsamkeit, Gottesfurcht undFreute des Lebens, eben da, wo man sie am we-nigsten suchen würde, wenn man Glanz sucht, inder stillen Hütte und im wahren Druck des Lebens;da hingegen alles, was Ueppicbkeir und Habsucht,und alle unersättliche Leidenschaft umgiebt, nichtanders, als unter einem Baume keimt, dessen gif-tiger Schatten alles erstickt und tödtet. Der Armeritzt freilich auch vand und Brust zuweilen mit Dor-nen , aber sein Gefühl ist gleichsam noch gesund,tind eben, weil ihn sein Schade schmerzt, hütet ersich desto mehr; aber der Leichnam des Ueppigen,dem diese Dornen selbst unentbehrlich geworden sind,und den ihr langsamer Stich bis auf die Seele ver-wundet, und zugleich einzig erfreuet welch einElender, zerrissener Leichnam! lieber alles was Erde-gcist ist, kann sich kein himmlischer Gedanke her-vorschwingen ; aber Uevpigkeit und Wollust ist derärgste, niedrigste Erdengeist, der alles, selbst dieKraft zum Bosen, lahmt und ermattet. Der un-terste trübe Abgrund, wehe dem! der hinein gcräth!

Hier wird es also immer die schwere Aufgabedes Lebens bleiben,die dieser Welt gebrau-chen, daß sie ihr nicht mißbrauchen!" diein der Welt und für die Welt leben, daßsie i h r nicht ganz leben , und endlich ihr Geistbloß ein Schatte des elenden Körpers werde. Sowie man mit einem sehr edlen, himmelreinen undgöttlichen Geiste die größestcn Verdienste für diese