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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reben

schen ist uns nie ein Blitzstrahl nöthig und brauch-bar durch die Lust zu fliegen : sondern nur eine sanfteWolke, uns stille dahin zu erheben.

3. Die dritte Gattung von Menschen ist wohldie gemeinste, und das eigentliche Gedran-w desmenschlichen LebensDie Dornen Rcichthum,Sorgen und Wollüste des Lebens ginaen mitauf, und erstickrens, und es brachte keine Frucht."Alle solche, die in ihrer ganzen Seele keinen Ge-danken über die Erde, ihre Notbdurft, Habieligkeitund Bequemlichkeit hinaus, fassen können, alsoauch jeden Gedanken der Religion, des Guten, unddes reinesten menschlichen Guten allein unter demWinkel sebcn, in der Gestalt betrachten, und alledies so zusammen verweben, daß wobl kein Bild inder Welt es besser ausdrückt, alsder schon auf-gegangene Halm erstickt unter Dornen" und damitso gut, als ob er gar nicht aufgeschossen wäre.

Hier erscheinen nun die drei großen Haufen dermenschlichen Anbeter und Sucher irrdischer Glück-seligkeit, Sorgen, Reichihum und Wollüste des Le-bens , die, so verschieden sie fern mögen, im Grun-de das mit einander gemein haben, daß sie unterDornen aufwachsen, und von Dornen umkommen.Der, der kaum lebt, um essen zu können, und derißt, um nur leben zu können, der da lebt, um sichzu kleiden, und der sich kleidet, um nur zu leben die sonderbarsten Gegensätze der menschlichen Denk-art darin kommen sie überein, daß sie Herzenbeschweren, und Seelen ersticken, undendlich eine so irrdische Sinnesart zuwegebringen,