und Ho Milien.
chen menschlichen Lebensarten, wo diesedem Stoße und Drucke aller Geschäfte und Be-schwerlichkeiten, gleichsam dem Tritte jedes wandeln-den Fußes ausgcseht ist: jene in einer saftlosen
Hohe unter dem Strahl und im Glanze einer zuheitern Sonne dorret: eine dritte sich in NahrungS-socgen und Dornen der Ueppigkeit verschlingt, undwiederum nur so wenig ebner, lockerer, säst - undkraftvoller Boden für ein gutes Saamcnkorn über-blcibt. Endlich gar Eine Menschheit, Ein mensch-liches Herz nur in verschiedenen Stunden,und innern Zu standen, wo wir bald kalt wieEis, und hart wie eine Landstraße seyn können;bald mit einem Uebcrflufi von Einbildung, Rührungund Sonnenglut, in wie vieles Gras aufwallen,das alles verdorret, und nichts zur Frucht kommt;bald uns wieder mit Dornen und Sorgen so um-zaunen — und wiederum nur so wenige recht guterStunden überbleibcn, wo die sanfte Rührung biszur vollendeten That und Gefühl der Glückseligkeitkommt —
Erlöser! dessen Worte so voll Lebens, voll Sinnund Inhalts aller menschlichen Seelen, Lebensarten,und Gemütbszustande des menschlichen Herzens sind— wenn auch hier in dieser Versammlung jedwedeSeele ihre Stelle und Bild in deinem Gleichnissewird gefunden haben, und finden muß: so laß csauch viele von denen guten Stellen und Gemüths--arten geben, wo das Saamenkorn nicht in eineschnelle vorreife Blüthe aufschießet und verdorret,sondern wo es einen tiefen Boden, eine reiche saft-volle Erde finde, und Frucht bringe in Geduld. Zn