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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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62
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Christliche Reden

und gut anwenden, uns mit uns selbst und unsermStande, Cbaractcr, Siclle, Gelegenheit und Kreisedes Daseyns versöhnen und absinden, kur; das se>)N,was wir sind, und kein andrer seyn soll und kann:M- Z., so bleiben wir immer, was lebe Mißge-burt, jedes kranke Geschöpf ist unglücklich undelend. Die Hand muß verdorren, die Mund sevnwill, und der Fuß kann nicht geben, der sich nichtvom Haupt will sichren lassen. Erstreben wir höch-stens eine solche falsche Tugend, außer unsererNatur, außer unserm Zweck und Charakter, so ver-lieren wir sicher drei weit nöthigere in demselben.Alles wird falsch, schief, verunstaltet. Hingegen,wenn wir unfern Garren, unfern Acker bauen, woist ein Dornenqesilve, das nicht auch Rosen brachte?wo ist ein steinigter Felsacker, der nicht auch frucht-bare Stellen für den- besten Saamen batte? undwo ist eine menschliche Seele, ein menschliches Herz,ein memchlichcr Stand und Charakter, der nicht inAusbildung und Bearbeitung sein selbst, ein solcherKreis der Woblchatigkeit, Tugend und Glückselig-keit se»n konnte , als der erste Platz auf der Erde.Das niedrige verborgene Thal , M. Z,, ist immereine stillere, sichrere und sruchtreichcre Aue, als diedürre windige Höhe des Gipfels, und eine tugend-hafte stille Hütte, eine in sich zufriedene, sich selbstgebildete Seele, die in ihrem Kreise lebt und edelwirkt, die einzige Wohnung der Glückseligkeit, derwürdigste Tempel der Gottheit auf der Erde!

Wie angenehmer und nutzbarer wird uns nundie Bildung nach fremden «dein Exeni-peln in unfecm Kreise, für unser Herj