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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Homilien.

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einkchlafern, oder einschmcichcln, daß wir vielleichtschlechtweg verloren wären; alle Lehre, die wir insolchen Umstanden uns selbst sagen können, ist zuschwach, ist leere unwirksame Moral und nichtsmehr aber da kommt cin Beispiel, einedleres Vorbild, das nichts spricht, das bloßmit seiner starken, schweigenden Summe des An-schauens zu uns redet: wir erwachen und werbist du ? wie lebst du ? in welcher Schlaftrunkenheit,in welcher unthätigen oder gar schamlosen Situationstehest du dich aus? in der dich bloß Zauber, Lei»denschast, schimpfliche Gewohnheit befriedigt! wiewirst du dich einst anschcn ? wie, wenn einige Um-stande wcgrüeken, dir Vorkommen! wie verächtlich!wie schamrorh!was ist der? und was könntest dusein, ?" Der Schlaftrunkne erwacht: die Zaubec-binde fällt von den Augen: ec wirft die Ketten

weg: er wird was er war, was er seyn sollte, undnicht ist! Seht da, M. Z., die Macht desguten Beispiels und der schönste Ge-brauch desselben. Es weckt hier, wo und wannkeine Lehre wecken kann, und macht uns, wozukeine Lehre machen kann, nicht zu tobten Nachah-mern, sondern zu edlen Nacheiferern uns-re r s e l b st. Es ist wie die Kraft der allerweckcn-den Früklingssonne: sie durchdringt alles, sie wecktmit der Wärme ihres Strahls alle schlafenden er-storbenen Pflanzen und Gewächse, Blumen undKrauter! Aber keine Blume wird Kraut, kein Kraut,Blume! jedes geht aus seinem Todtenschlafe, vonseinem Keime als solches hervor, was cs ist,was es nach seinem Keim seyn sollte. So unsdie Kraft der guten Beispiele: sie regen, si§ wärmen,