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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Seite
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Christliche Reden

was Er und in der Welt kein andrer alsEr s e y n soll. Stellet euch also auch imGuten nicht so blind und eloß andern gleich:sondern vermoeri euch -elbtt durch Verneurungeures Sinnes. Prütt selbst, was für euch seyder gute, der euch z u ko,-n m e n d e und an-ständige G o r r e s w i l l c. Uebcrgebt euchselbst mit einem vernünftigen, für euch zuüberlegenden Gottesdienst, Gott zum lebendigenOpfer! das ist die Lehre unsers Terts. Und waSsind demnach die Ercmpel? die guten Bilder? nicht,die uns blind und taub aus uns selbst rücken, son-dern die uns nur wecken, die uns zu dem ma-chen, was wir seyn sollen u n d nicht sind.

Der Mensch, M. Z., geräth auch bei gutenGesinnungen, wenn er moralisch gleichsam füc sichallein, in einer Wüste, als einer Insel auf derWelt lebt in weniger Zeit in eine solche Träg-heit, Unthätigkeit und Unzufriedenheit mit sich selbst,daß er ruhet, oder höchstens nur einen Weg so ge-rade und läßig fortgeher: dieser Weg kann ihn mitder Zeit sehr abführen! er kann mir der Zeit Dingean sich leiden lernen und mit ihnen gewohnt wer-den, die kein anderer an ihm so leicht gewohntwürde, und er selbst kaum an sich litte, wenn ersein Gesicht manchmal in andern Spiegeln ringsum sich betrachtete.

Eine Situation von Umständen, in der wirsind , eine Leidenschaft, eine Zaulurci rings um unsher, kann unsere Sinne oft so benebeln, uns fes-seln , die Stimme unsers eigenen Gewissens so be-täuben, unfern sonst warnenden guien Genius so