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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

etwas nützlicher, fragen, warum sies nichtsind? und unter Kundert Ursachen ist gewiß auchdie, daß sie das Große dieses Vorbildes nur imfremden ü b e r i l r d i s c ke n, sonderbarenGlanze erkennen lernen, der alsdann lreilich auchihnen fremde bleibt. Man lernt Christuni nurimmer als einen Menschen becrachken, der nicht einMensch wie wir ist:ja, der hat freilich so etwastbun können! der war auch Gott! der hat auchwelche Kräfte vom Himmel gebracht, die ich schwa-cher Mensch nicht habe: was darf, wie kann ich

ihm also nachfolgend und so vergißt man, daßer , als Vorbild der Tugend, in diesem Allen nichtsNls Mensch war, der alle Mittel der CrkenntnißU»d Bildung des Herzens wie wir brauchte; dertzon Kindheit auf, wie an Alter, so auch anWeisheit, Tugend, und Gefälligkeithei Gort und Menschen zunehmen muß-te; daß er nicht ein Phantom von Menschheit ge-wesen sey, das also auch mit den E n> n f i n-dungen unsrer Menschheit, und wir mitihm nicht gleich fühlen, nicht spmpathisircnkönnte: sondern der in allem versuchl wurde,wie wir; aber er überwand, keine Versu-chung ward ihm Sünde das alles abervergißt man mit Fleiß: ein überirrdisches Phantomder Menschheit anzuveten, das ist so leicht; unddem, der unser Bruder war, der an Sitteund Denkart völlig als Mensch, undnur als ein solcher! lebte, dem in dieser Sitteund Lugend nachzufolgen, wäre so schwer? ge sin-net zu seyn wie Jesus Christus auchwar? Laßt uns also gerade zu sagen, das ist,