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Christliche Reden
nicht bloß nachahmen kann ; l ie sich zu ihm drän-gen und er nachahmen muß.
Insonderheit muß ich hi r eine Folge auf dieExempel un rer Religion macgeu, bei d.ren Anwen-dung so selten die schone Mirte gerrcffen wird. Wersollte nickt denken, daß Christen, die sich nach demNamen eines solchen großen Borbildes nennen, wennsie >;vn Jugend auf dies »reße Bild vcr sich sähen,bis in die Tiefe ibres Herzens nach seinen Tugen-den gebildet würden und das ist doch emsig dieNeligien Jesu; eine am erc Bildung in ihr qibtsja nicht!) wer sollte sich nicht alsdenn ein ganz and-res Nachbild vom Leben der Christen denken, alsman — jel;t sieher? Ein Kind, das in nichts alsim Anschauen eines Mannes erchgen würde, der seinLeben nicht, als nur für andre, genoß, der frei-willige Dür sichelt, und Mangel, Hunger und Er-mattungen übernahm, um eine Bestimmung aus-zufübr-n, die nur durch stille Tugend ausgemhrtwerden sollte— eines Mannes, der, da er sich denweitesten Wirkungskreis batte verschaffen können, Na-tionen und Völker mit seinem Scepter zu beglücken,lieber die sittsamere Tugend, den stillen Weg derMenschenliebe wählte, unbekannt die Hütten derArmen au'zusuchen und ihnen wohl zu rhun, sievon Krankheiten, von Uebeln zu befreien, von de-nen sie keine Gabe eines Königs befreie» konnte —der so seinen Weg in einem Thale von Dornen fort-^setzte, bis endlich die Freude seines Herzens heran-nahte , sein Leben für die Brüder zu lassen! — deres nun in aller Wuth und Zuiämmenhausiing derSchmach und der Schmerzen , des Schimpfs und derMarterst mit einer Stille, mit einer Grvßmuth ließ,