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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

Leben wegwollten! Da gcräth ein jUNgeS, uner-fabrnes , fühlbares Herz Erziehern in die Hände,die cs (und sogar in einer Sache, die dem Eigen-sinn der Menschen ganz entnommen se»n sollte, inReligion und Erfahrungen der Tugend) so durchausnach ihrem Kopfe, nach ihrem Eigensinn wollen ge-bildet wissen, Lasi darüber wie oft! das ganze Herzzerbrochen und verloren geht, oder nur erst spatnichts als seine Trümmern sammelt. Der fühlbareJüngling, das gutherzige, unschuldige Kind, jetztsoll es z. B. plötzlich in dieser Stunde, bei dieserheiligen Handlung, Unter jenem Gebete, zur Zeitjener Vorbereitung jetzt diese Eentnergcwichte vonAngst, vön Schrecken eines Missetbäters, von hal-ber Verzweiflung und Höllenrrue über Sünden, vondenen es kaum weiß, die es in seinem Leben nichtgethan hat und nie thun will, fühlen; jetzt soilswit Einemmal ohne Gründe und Ursache, weiß Gott,warum? und weiß Gott, wozu? eine solche himm-lische außerordentliche Freude überströmenz es sollüufwallen und jauchzen: die Stunden sollen wech-seln! es soll das, abwechselnde Fieber von Frost undHitze, von Angst Und Freude ja deutlich fühlen,Lind die Stunde derselben genau wissen, oder-^ eshat nicht die göttliche Gnade! cs ist kein Werkzeugder bearbeitenden Gottheit! es ist Nicht bloß unbc-kehrt, sondern auch schrecklicher Zusatz! viel-leicht gar keiner Bekehrung, keiner Einwirkung gött-licher Gnade Mehr fähig, mehr würdig! eS ist,wenn das und jenes nicht zu solcher und solcher Stundeln ihm vergehet, dem Gericht, der Verstockung, detVerhärtung, einer ewigen Bosheit nahe! Das

hört nun das Kind, der Jüngling, mit alle dem