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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

lind Würde und edle thatige Wirksamkeit geben kann.Freilich gehört dies Werk am meisten für die Jahreder Bildsamkeit und Munterkeit der Seele. Abereben so lange noch das Herz wallet und die Knospendes Lebens blühen und noch die Munterkeit uns be-lebt, uns nach jedem guten Eindruck bilden zu kön-nen welche regende Hoffnungen liegen so langenoch vor »ns da! Die Gestalt einer menschlichenSeele ist doch nichts als die Summe von Eindrückenaus ihrem Leben, und wenn nun so unvermerktmit jedem neuen Eindruck die Seele gleichsam neugeschaffen und immer mehr veredelt wird, und sieimmer mehr die Gewohnheit dieser Bildsamkeit an-nimmt, und sich solche Muster mit Stärke undHoheit immer weiter verbreiten.M. Z., so undnur so allein können wir eine beßre Welt und Nach-welt hoffen. So wie es nusgestorbenc Tugendengiebt, so können sich aus diesen erstorbenen Keimenneue blühendere Tugenden heben. Wenn wir nureinmal den kalten Winter enden können, der jetztdie Herzen der Menschen, ich weiß nicht mit wel-chem Froste der Empfindung belegt: wenn nur ein-mal jene süße Begeisterung für ein gewisses edlesVorbild der Tugend und Vollkommenheit in unsaufwallt, und wie durch einen himmlischen Feucr-strahl die Keime vom Wahren und Guten, die inuns liegen, erweckt werden, und einmal der Menschin den angenehmen Drang gebracht wird, daß erstrebt sich zu entwickeln O dann hebt das Saa-menkorn sich desto schöner in die Höhe! Dannkönnen Tugenden sprossen, die voraus ganz unsicht-'bar schliefen, und die Menschheit sich in einer schö-nem Gestalt zeigen, in der sie vorher nicht war,