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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Seite
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und Ho Milien.

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-und auf einander folgen; bei denen alfo immer dasFolgende auf gewisse Weise schon durch den Verlustdes Vorhergehenden verloren ist, und wie konntenun gar das Vorhergehende durch das Folgende er-setzt werden ? Kann denn ein Baum auch Knospenund Blatter und Blüthe und Früchte zugleich haben?Kann auch ein Mensch, der den Frühling seiner Jahre,seiner Seelenkräfte, seiner Neigungen und Pflichtenversäumet hat, denn nun Frühling und Sommerund Winter zugleich genießen, und da er schon einGreis ist, Jüngling und Mann und Greis zugleichseyn? Elender Wahn! der zu nichts ist, als umauf einige Zeit die Trägheit zu begünstigen und nach-her die Reue desto blutender zu machen!

Sollte ich nicht hoffen können, M. Z., daß,da auch künftig alle meine Vortrage sich auf dieseBildung und Fortbildung des Menschen zu seinerwürdigsten Gestalt beziehen werden, daß ich auchhier bei einigen meinen Zweck erreichen werde, sieauf sich selbst aufmerksam zu machen, ihnen dasBild der Würde und des edlen Ursprungs vvrzuhal-ten, das ihnen immer vorschwebe, sie innig daraufzurückführe, was stc versäumet, und was sie thunmüssen? daß ihnen für ihre fortgchcnde Bemühungein Bild der Vollkommenheit werde, sie immer auf-zumuntern und gute Eindrücke in ihre Seele zuzeichnen sollte ich das nicht hoffen dürfen? Hier,M. Z., ist von keinem Hcrplaudcrn der Gebete,von keinem geistlichen Wortkram der Gefühle undAndächtelei, sondern von dem großen wichtigen Ge-schäfte die Rede, was die ganze Natur des Men-schen interessirt, die ganze Absicht seines Lebens ist,und ihm allein Stolz auf sich, und Beruhigung