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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

der Segen, zum Amte, das dich verklärtund d e n Mensc h e n ver k ü ndigt.

2. Aus den Begriffen, die wir von Gott ha-ben, bestimmten sich die Gesinnungen von selbst,welches die würdigste Gestalt derMenschheit scy, in welcher sie diesemGott gefallen könne" und der Bote derGottheit wird also sonach im edelsten Verstände einLehrer der Menschheit.

Nun sollte man denken, M. Z., daß eben beidem großen Schein der Wahrbeit und Aufgeklärt-heit in unfern Zeiten die Menschen nicht anders,als eine würdige Gestalt sich zum Urbilds der Voll-kommenheit nehmen würden, nach welchem sie sichbildeten. Man sollte denken, daß, da heuriges Ta-ges keine ewigen Völkerwanderungen und Volkerzer-streuungcn mehr sind, da sich alle Lander in einerruhigen Lage gleichsam festgesetzt haben, und jederalso unter seinem Baum und Hütte sicher wohnen,und sicher mit den Seinigen leben kann: so werdeauch bei dieser aufgeklärten Ruhe die Menschheiteine außerordentliche Stusse von Adel und Bildungder Seele erlangt haben. Schöner Traum vonVermuthungcn; leider, daß er nichts als Traumist! Wenn wir den Zustand unsrer Menschheit mitandern Jahrhunderten und Völkern vergleichen, sodürsten wir freilich finden, daß ein gewisser Geistder Vernünstelei und Zärtlichkeit des Geschmackstheils zugenommcn, theils sich sehr ausgebreitet,daß aber dagegen gewisse, und beinahe alle großenund starken Saiten der Menschheit außerordentlich