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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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16 Christliche Neben

er ihn selbst wieder. Elender Zustand! der Armehat auf gewisse Weise Gott und Ruhe der Seele,Gesetztheit des Urtheils und Sicherheit der Empfin-dung und Alles verloren! Keine Begeisterung zuguten Handlungen, die ihn fortgehend begleite!Kein glanzendes Vorbild von Wahrheit, Tugendund Würde, das ihm den sichersten Weg vorgche!Wohin er sieht, schwankt alles in dem Gebäude derGrundsätze, auf die er leben und sterben soll.Die Welt ist für f,n eine Wüste des Ungefährs,oder ein Irrgarten verborgener Ursachen, oder einSandwucf des blinden Schicksals immer abereine traurige Wüste, eine verwaisete, kranke, un-gewisse, elende Menschheit!

Das ist einmal gewiß, M. Z., daß es einenKreis von Wahrheiten gebe, über die man gesichertseyn muß, um sagen zu können, ich weiß, woraufich lebe und sterbe. Von Gott und seinen Gesin-nungen über das menschliche Geschlecht, von denWegen seiner Vorsehung zu unsrer Glückseligkeit indieser und der künftigen Welt so vergewissert zu wer-den, daß kein wesentlicher Zweifel im Herzen zurück-blcibe, aber auch die Menschheit sich in allem Be-sitze ihres Adelö fühle, zu dem sie geschaffen istwer ists, der ohne diese Ueberzeugungen aus derWelt zu gehen wünschte? Wie sehr wenige aber,M. Z., möchten doch auch wohl unter den Christenseyn, die sic hatten? Vielleicht giebts nur äußerstwenige, die über alle diese Wahrheiten theils außerVerlegenheit waren, und einem jeden Andern, amMeisten aber ihrem Gewissen und sich selbst Rechen-schaft darüber geben konnten; theils auch wieder

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