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von diesen Wahrheiten den ganzen lebendigen Ge-brauch machten, ohne welchen sie doch nichts sind.Leider sinds noch immer die meisten, die entwedervoll von den innern Zweifeln sind, die ihnen an derReligion, weiß Gott, was feierliches zeigen, wasman nicht zu genau untersuchen müßte — Zweifel,die eben um so gefährlicher sind, weil sie so dunkeltönen, weil wir uns vor ihnen so geheim fürchten,und sie also nie gerne abhörcn mögen; oder manfolgt der Religion als einem blinden Herkommen,als einem Jugend-Eindruck, der, er möge falschoder gut scyn, Zeitlebens befolgt werden müsse. Hierdünkt mich also, M. Z., tritt schon das Amt einesLehrers der Religion in das Licht der Nutzbarkeit.Kenntnisse auszubreitcn, die die edelsten, würdig-sten, nothwendigsten und ewigsten sind in der gan-zen menschlichen Seele; Zweifel zu zerstreuen, die,je tiefer und dunkler sie liegen, desto betrübtereFolgen haben können; Grundsätze und Wahrheitenimmer mehr zu befestigen, die den Menschen Gewiß-heit zu leben, Mukh zur Tugend, Trost im Dul-den, Aufschlüsse und Heiterkeit über Leben und Todgeben müssen — welche würdige, welche nothwendige,welche nützliche Bestimmung!
Wie wünschte ich, M. Z., daß auch die mei-nige an diesen. Orte es zu diesen Zwecken würde lWie wünschte ich, daß ich wenigstens einige gutge-sinnte, unpartheyische Seelen hier antrafe, die, wieich das Glück in andern Gegenden gehabt, mit mirdie Wahrheit suchen, gegen die doch alles andreWissen nur klein oder nichts ist — Wahrheiten,die doch, recht in ihrem Umfange betrachtet^ nichtsHerders Werke z. Rel. u. Theol. HU B.