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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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11
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und Ho Milien.

sinniger Tyrann! nie stamme von ihm eine Pflichther, die bloß , weil er sie gewellt, Pflicht wäre!nie ein Befehl, der um des Befehls und Gehor-sams willen da sey! Er sey ein guter Gott, deralle Geschöpfe gut und glücklich wolle! der Voll-kommene , in dessen ganzer Schöpfung es höchsteOrdnung sey, daß alles an seiner VollkommenheitTheil nehme und sich ihr nähere! ein " Geist, dernur durch Bildung des Geistes verehrt seyn wolle! Was wäre er, wenn ihm mit gedankenlosenGebrauchen und sinnloser Andacht gedient würde?Was wäre er, wenn man ihn gar als einen Grau-samen mit Büßungen und Blute versöhne» müßte?Nein! Er liebe die Menschen und sie konnten freizu ihm beten! Er liebe die Menschen und fordrenur, daß sie sind, was sie seyn sollten, Ebenbilderder Gottheit, Brüder, glückselige Geschöpfe! Dassey auch seine Religion, eine Auslegung der Naturaller Wesen! eine Stimme zur Glückseligkeit durchTugend! eine Triebfeder zur Ordnung im großenReiche Gottes. Das wars, was Christus frei her-ausverkündigte von seinem Vater.

Das war der Geist der Religion Jesu. Jederempfindende Mensch muß gewahr werden, wie sehreine solche Religion die Menschheit erheben mußte!Wenn man die abscheulichen Begriffe sieht, die soviele Nationen und Zeiten von Gott gehabt, unddazu sieht, was für die Menschheit für eine elendegekrümmte Gestalt daraus floß, daß sie sich ihrenGott oder ihre Götter so dachten M. Z., sokann ein menschliches Gefühl oft nicht anders §lsmit Schauder und Mitleid an dergleichen Austritte