und Homilicn.
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und nachher von nichts wichtigerm, als Person undStimme, Urtheil fällen mag, oder, wenn cs end-lich auch in die Seele zu kommen scheint — v!M. Z., so kömmts meistens doch nur bis an dieSeele. Es wird eine Art von gedankenloser An-dacht, ein mechanischer Zustand, bei dem gewisseandächtige Wellen und Regungen über die Seeleweglaufen, ohne daß man bei ihnen was bestimmtesdachte, oder anzuwenden wüßte, kurz eine Betäu-bung des Kopfs und des Herzens.
Nun würde cs mir wehe thun, wenn meineAntrittsrede, oder gar ein Thcil meines Amts dastraurige Schicksal hatte, das freilich nirgends-häufi-ger, als in der Religion ist, so verkannt oder so un-nütz zu werden — es wäre alsdann das Amt einesLehrers der Religion für einen jeden, der sich zugut fühlt, ein heiliger Müßiggänger oder ein ge-schäftiger Unterhalter unnützer Regungen zu seyn,das traurigste Loos der Menschheit.
Allein, M. A., eben diese Vorurtheile undMißbräuche, sollten die nicht eben zu einer vorläu-figen Erklärung und Einleitung berechtigen und an-dringen? Man erlaubt es ja zwecn Wanderern,die auch nur einige Stunden und Tage gemeinschaft-lichen Weg machen, daß sie sich zum voraus gleich-sam auf den Grenzstein, der vor dem Wege liegt,niedersetzcn und sich besprechen, um schon als Be-kannte und Freunde den Weg antreten zu können.Man hälts ja bei jedem Geschäfte des Lebens fürPflicht der Weisheit, mit sich oder andern das Ge-bäude zuerst zu überschlagen, ehe mans übernimmt;