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Religion und Theologie Theil 1 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 1
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114
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wofjer finb beine ©tragen, o Sonne,bein immerbaurenb 8 id;t?

Su trittft iietrot in bciner etfjabnen ©djöne j

ba bergen bie ©lern im $immcl ftt§,

ber SJlonb, falt unb blap, fintt in bie wcfilidje Soge

Su aber fdjreitejt allein bal;er;

wer f'aitn ©efaijrte fegn »on beinern Sauf?

Sie Sidjen ber S3etge falten:

Sie SBerge fetber fdjwinben mit ben Sauren:es fdjrumpft bas SKeer jufammen unb wad;fet wieber:aud; felbfr bet 9)Jonb »erliert am Fimmel ficfy;nur bu bifl immer berfetbe, bid; erfreunbim Stande beineS SaufS.

Senn bie Seit in Stürmen bunfel.liegt:wenn Sonnet rollt unb es fliegt ber SSiits;bann blidft aus Sölten bu in beiner @d;onl)eit Hiebetunb iad;ft bem @:urm.

Sodj ad;! auf Sfftan tlicEcffc bu umfonjtjer fietyt nid;t beine Straljten mcljr,ob je|t betn gelbes -£>aat auf SfteSsSolEen fließe,ober ob bu jitterft an bes Seftes Kl;or?

S5ielleid;t bift bu aud), gXeicf; mie id;,für eine 3 eit,

unb beine 3 at)re werben ein Grnbe fiaben.

Sann wirft aud; bu in beinen Sollen fdjtafert,forgtoS ber Stimme beS Borgens, bie bid; wecEt,

Grfreu bid), Sonne, jeßt in beiner 3ugenb .Kraftbenn bunEel unb unlteblid; ift baS 2Clter,

( ift wie SOionbeS ©djimntcrlidjt,

Wenns burd) gebrodjne Sotten fd;eint,

unb SJiebel auf ben bügeln liegt 5

ber £aud; bes 9torbS ift auf ber Gtbene,

ber Sanbrcr fäfjrt gufammen in SOtitte feines SegS.