lind Vorzug „nicht in Begrifft«, sondern lediglichin Eonstruction der Begriffe" liege; Theils batsie, um selbst zur mathematischen Evidenz zu kom-men, für sich Anschauungen erdacht, vor denenals leeren Pbantasmen, man ja den Lehrling warne.Denn nicht zu Laputa einmal war man so weitgekommen, um „Formen zu Anschauungen, An-schauungen ohne Gegenstände zu Formen derselbenzu machen, mittelst zweier Anschauungen die ganzeSinnenwclt fühlbar zu machen, und ohn' alle Ge-genstände sie alle zu formen. Keinem Gegenstandssoll Existenz zukommen, der sich nicht Anschauungin Raum und Zeit zu schaffen weiß ; dem Verstände,der Vernunft mangelt das Anschauen völlig u. f." *)Als ob mathematische Wahrbeit anders, als ein Vcr-nunftbegriff, d. i. im Geist anschaulich wäre.
5. Postulat. In de.r Mathematik enthaltdas Postulat eine praktische Möglichkeit, die durchsich evident ist, z. B. eine gerade Linie, einen sol-chen und andern Eirkel zu ziehen u. f. Was soll»aber hefßen, wenn man den Begriff von Gott fürdie praktische Vernunft postulirct? Ihn oder einengüldenen Berg in Gedanken zu construiren, wenn ernicht erwiesen ist, gründet weder eine praktische nochtheoretische Wahrheit. Postulate der Art, (welches
*) Man vergleiche das Project kor improving spo-
oulative lcuowleclgs b)- prnotioal uiirl irroolls-riioal Operation, (Zwists.-; voz-aAe to k,aputs
tRsp. g.l um zu sehen , wie weit man zu Lapurahinter der kritischen Philosophie zurück war.