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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

422.

Hauptwerk *). Gleich Hume's Zweifel beruhetdie kritische Philssophie also auf einer unstatthaftenDisjunktion; ihr Neues ist etwas Altes und Fal-sches, ein übel angewandter, bei hellerem Licht ver-schwindender Humischer Zweifel.

3. TrgnScendental. Aus der scholasts-

*) Offenbar hat Hume zu dieser Disjunction sowohl,als zu dieser Benennung verführt, da er vonUrsache die Wirkung als einen neuen Begrifftrennte; eben diese Trennung aber war desHumeschen Aweifelbegriffs Fehler. Die Wir-kung kann später gesunden, oder als neu bemerktwerden; sie war aber, solang' ihre

Ursache war, in ihr. Erkennen wir diese,d. i. das Subject: so erkennen wir in ihr auchdas Prädikat, die mögliche Wirkung, die alseine versteckte Eigenschaft jenem gehöret.Schrieben wir sie zuerst, unwissend des Zusam-menhangs, dem Subject sy ätherisch zu: soanalysiren wir sie jetzt aus ihm mit vollständi-ger Erkenntniß. Weil gefehlt also, daß Syn-thesis die vollko minnere Erkenntnißart scynscllte; entweder ist sie ein hypotherisches erstesErgreifen eines Begriffs, der so lange noch inder Irre gehet, bis er dem Subject mit Grunde,d. i. analytisch zugcschrieben werden kann, undMit ihm, wie Wirkung mir der Ursache, Einswird; (da dann die Synthesis, d. i. der erstehypolherische Versuch einer Zusammensetzung so-gleich verschwindet;) oder sie bleibt eine kririsch-dialektische Synthesis, d. i. Einfall, Dichtung.