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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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Da es Hi, me mehr um Zweifel, als umAuflösung der Zweifel zu tkun war, so gab er seineBeispiele, ohne die Region zu bestimmen, in wel-cher sie beantwortet werden sollten: denn ohne Zwei-fel antwortet der gemeine und philoso^kische Verstandüber die Verbindung zwischen Ursache und Wirkunganders. Z. B. ob morgen die Sonne aufgehen wer-de ? Der gemeine Mann, der von der Ursache ihresAuf- und Unterganges nichts weiß, kann darübernicht antworten; er erwartet nach dem Gesetz derAehnlichkeit, d. i. der bisher gehabten Erfahrung.Der Mathematiker, der die Gesetze des Auf- undUntergangs der Sonne kennet, antwortet aus Grün-den , die in sich sicher bleiben, wenn morgen auchdie Sonne nicht aufgienge, d. i. wenn heute dieOrdnung aller Himmelskörper gestört würde; mitdieser neuen Ordnung traten nämlich andre Gesetzeein, eben so sicher wie jene. Das Band zwi-schen Ursache und Wirkung bleibt unge-fährdet; weder dort noch hier konnte es willkükrlichgesetzt oder geändert werde». Eine Analyse dessen,was Kraft ist, gekörte zum Urtheil des Verstandesnicht, sondern Anerkennung der Kraft inder Wirkung.

Eben so wenig gekörte daz» , daß der Verstandalle Mittel cinsehen müsse, durch welche die Kraftwirket. Wenn mein Wille den Arm bewegt, darfer nicht alle Muskeln und Bänder des Arms ken-nen; vielmehr würde durch eine dergleichen anatomi-sche Anschauung seine Anerkennung eher zerstückc undaufgehalien. Die Kraft seines Arms ist in der

Herders Werke z. Phil.u.Gesch.XIV. D d AdetaLriilL.