§12
II. Vernunft
druck (iimxrsssion) nicht; sondern die Idee, (iäea),mithin der wirkende Verstand. Im erstenleisen Gefühl des Säuglings, sobald cd wahrnimmt :„in ihm und durch ihn werde etwas" äußert sichdie Kraft, Ursache und Wirkung zu verknüpfen, dienur des Verstandes seyn kann. Auch dasThier hat dies Analogon des Verstandes; der Mensch,zum Verstehen von der Natur bestimmt, übt ihnvom ersten Moment seiner Empfindung, und lerntdurch jeden Fehlversuch ihn scharfer üben. Die so-genannten Jrrthümec unserer Sinne, d. i. die ge-meinsten Erfahrungen, in denen wir uns den Ein-druck (irnprsssion) überlassen, ohne aus andernVerbindungen den gebildeten Verstand oder dierechnende Vernunft zu Hülfe zu nehmen, zei-gen, daß jede Empfindung mit einem Urtheil, ob-gleich oft mit einem Trugurtheil begleitet war; undwer vermag zu urtheilen, als der Verstand?Der Eindruck (irnxrossion) thut es nicht. Wennalso Hume von einem Gefühl des Zusammen-hanges zwischen Ursache und Wirkung redet *), someynt er das, was wir Jnnewerden nennen,tind in jeder, auch der dunkelsten Empfindung vomEindruck (irnprsssion) unterscheiden. Uebcr-
*) Hiess eonnoxion, >vdiolr wo koel in tlieminä, or onstomer^ irsnsirion ok rde iina-gineiiou kroin one objeot io its usrnil erren-cknnt, is ilie senrimeni or Impres-sion, krom wlrieli we Form tbe iilea okpovver or neeesser^ eonnexio», Usss^ VH.p- -tg-