Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
411
Einzelbild herunterladen
 

und Sprache.

411

2 . Wie hangen diese beiden Begriffe in unsermErkenntnis; zusammen?

3. Giebts nach Regeln der Nothwendigkeit einenSchluß von einem Begriff auf den andern?

Au Auflösung der ersten Frage bringt Humetreffende Jnductivnen bei *), die er mehrmals da-durch aufbellt, daß er einen Menschen, (sey's Adamoder der Ankömmling aus einer andern Welt,) un-bekannt mit dem Zusammenhänge der Begebenbeitenunsrer Welt einführt. Aufregend ist eine solcheDichtung; sie ist aber nicht rein, weil in einem An-kömmlinge oder Protoplasten solcher Art immer schoneine gebildete Vernunft zum Grunde gesetzt wird, diewir auf denz Wege, wie uns die Natur in dieWelt sandte, nicht mitbrachten. Unser Verstand er-wachte an und durch Erfahrung; durch unsreund fremde Erfahrung mittelst des Unterrichts, derSprache, der Nachahmung gelangte unsre Vernunftzu schnellerer Verknüpfung der Begriffe, wiealler, so auch der von Ursache und Wirkung. Daßwir durch Erfahrung zu diesen Begriffen gelangtsind, daß öftere Wiederholung (auswrri or siukit)ihre Verknüpfung uns geläufig gemacht, daß wir,nicht nur im gewöhnlichen Traum des Lebens, son-dern auch in neuen schweren Fallen, vorige Erfah-rungen zu Hülfe rufen und habituell verknüpfen,wird dem scharfsinnige» Zweifler niemand laugnen,

Was aber verknüpfte bei der ersten Erfahrungdie Begriffe von Ursache und Wirkung? Der Ein--

*) 4. g. 7.

Es*- ''