Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
Entstehung
Seite
410
Einzelbild herunterladen
 

n. Vernunft

410

viel sagt, als es gebe überall keine Methaphysik undkönne auch keine geben." *)

So magistralisch drückt sich nun zwar der feineAkademiker Hume nicht aus, da überhaupt seineganze Zweifelphilosophie über den Werth der Abstrak-tionen sowohl, als über die zwischen Ursache undWirkungen obwaltende Verbindung dem Grunde nachnicht ihm , sondern Berkeley zugehört **). OhneZweifel war dem Geschichtschreiber Hume beimLauf seiner Geschichte nichts so eindrücklich geworden,als die Frage ***):wie ketten sich Begebenheiten,d. i. Ursachen und Wirkungen an einander? wie ent-springt aus dem Vergangenen die Zukunft?" Und,da fand er im Gebiet der Metaphysik langst vor ihmBerkeleys idealische Auflösung ****). Ihm,dem diese Auflösung nicht genügen konnte, theiltesich also die Frage:

r. Wie kommen wir zum Begriff der Ursache undWirkung?

*) Prolegvmena zu jeder künftigen Metaphysik.S. 7 . 8.

**) Lerleelsxs Urinoiples ok Iiumsn knovvleckgsLsct. 6g. 66.

*") Hume giebt selbst diesen Gang seiner Gedan-ken an: Lsrax lH. ok tbo nssooiation ok^cless.p. 33. Illllit. I.ouil. i/gg.

****) 1llre oonnsxion ok ielsns cloes not linpluz: tlierelstion ok osuss s n ä okkoct but onl^ok s rn-irle or sign witl» cks tliing signi-kiecl. Lerltsle^'s prinoipl. sect, 65.