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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

Hierauf ruht apodiktische Gewißheit,oder cs giebt keine. Mein Setzen und Lege» schafftsie nicht; sie muß in mir durch eine unwandelbareRegel gesetzt, und außer mir in jedem gegebnenGegenstände anerkennbar seyn; sonst wäre jenes eineunanwendbare, mithin keine Regel. Wer mir dieWelt der Gegenstände, an denen ich die Vernunfterprobe, entwendet, hat mir die Vernunft selbst ent-wandt, die fortan mit ihr selbst im kritischen Idea-lismus, d. i. in einem synthetischen Traum nurdichtet, nur spielet.

Auf der Regel meiner Vernunft, in jedem Ge-genstände anerkennbar, beruht einzig der Vernunft-glaube. Einen andern giebt es nicht; Dialektikkann ihn weder abläugnen, noch ersetzen, noch ver-treten. Mittelst seiner weiß ich, und was ich überdies Wissen hinaus der Vernunft als Vernunft-glaubcn andichte, ist Dichtung. Die Vernunftkann und darf nur sich selbst, nicht aber ohneGegenstände, sondern anerkennend die Gegen-stände, glauben.

Diese Ueberzeugung ist das Ding an sich;es giebt kein andres; das Ding an sich heißtan erkennbare Wahrheit. Es cxistirt in dir,in mir, wie in allen Gegenständen, und daß cs inallen uns harmonisch existirt, daß ich es imZusammenhangs der Welt wie im innersten Zusam-menhänge meiner Gedanken finde, dies sichert michüber das Ding an sich, wie über mich selbst.^6 ist nämlich das liebe kleine Wortlein Ist, wiedas Wort Ding (L>irs) selbst saget. Wer michsolches als ein problematisches, nie zu findendes,