und Sprache. 406
aber immer zu verfolgendes Gehe im ding suchenlehret, der suche im blinden Kinderspiel sich selbstund finde sich nie.
Da die anerkennbare Natur aber, ein großesGemählde, ohne Licht und Schatten, ohne Haltungund Farben nicht sei,n kann; das Ding an sichalso, d. i. die Idee des ganzen Gemahldes in dieserHarmonie anerkannt werden muß, oder man erken-net kein Gemählde; so erhellet, daß es der Ge-wißheit unsrer Erkcnntniß nichts weniger, alsschade, wenn wir unsrer viclartiqen Organisationnach das Ding an sich (a ist er) in mehrerenVerhältnissen mit Licht und Schatten kennen lernen,es auf mehrere Weise aussprcchen, und jeden Ge-genstand mit der Gewißheit, die ihm gebühret,in seiner und nicht einer fremden Art anerkennenmüssen. Unbedacht ists, wenn wir dabei zu ver-lieren glauben, da wir an Vielseitigkeit und der sichdadurch bewährenden Gewißheit selbst unstreitig ge-winnen: denn eine Linien-, Zahl- oder gar einedunkle Formulargewißheit ist gewiß doch die Einzigenicht, deren unsre Sinne, unser Verstand und unsreVernunft bedürfen. Erkenne ich einen sinnlichenGegenstand besser, wenn ich ihn durch Raum undZeit geformt denke? vielmehr entgeht mir mit die-sem fremden Behelf eine Kleinigkeit, die mir nurder Sinn verleihen konnte, sein Daseyn. So istsmit der Gewißheit aller Regionen; jede ist in ihrerArt gewiß, ohne mit einer andern zu wechseln,oder auch die mathematische selbst für etwas andersals für ihr Maas, nicht für ihren Stellvertreter