II. Vernunft
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Lasset uns von oder an ihr lernen; nie aber glau-ben, daß, ehe wir im Monde waren, und daselbstalle Ampullen leerten, in Einem von uns die ge-lammte Menschcnvcrnunft wohne.
III. Vernunft, als Gegenstand betrachtet.
Als solcher ist sie die r e i n aus g e sp ro ch c n eRegel, die ich in mir gleichstimmigder Natur wahr nehme. Der Satz derIdentität und des Widerspruchs ist nichts als Aus-druck eines einfach und fest anerkannten Wah-ren. Möge ich mich in Anwendung dieses Grund-satzes irren; der Grundsatz selbst (u ist u), d. i.innere Anerkennung der Wahrheit eines Gegebnenist wahr; mein eigner Jrrthum entdeckt sich an dieserRegel der Wahrheit *).
*) „Was heißt: sich im Denken orientiren?" (Kantssammtliche kleine Schriften B. si. S. 27L). DieAbhandlung hat den Sinn des Worts verfehlet.Orientiren heißt: die vier Welrgegendenfinden; so orientirt man Charten, Segel u. f.Bon den Levantefahrern stammet der Ausdruck.Nun waren, ehe wir waren, Welrgegenden da,die auch, wenn ich sie nicht beachte, daseyn wer-' den; durch meine eigensinnige Stellung rechtsund links kann ich sie weder bestimmen noch an-dern. Der wandelbare, Horizont meiner Personändert nicht den festen Horizont der Weltgegend.