Die Menschenvernunst hat einen weitern Um-fang. Aus einer Kindheit, von der wir uns seltenrichtige Begriffe machen, unter vielen Hinderungenund Drangsalen hat sie sich emporgearbeitet, ist überMeere und Länder gegangen und hat, so manchenUnrath der Kessel um sie goß, sich von ihm zu er-ledigen gewußt, oder mindstens gegen die Form desUnraths tapfer gekampset. Was kann über das Leereund Anmaßende der Transccndentalphilosophie gesagtwerden, das nicht schon gesagt sey? Spottend undernsthaft.
Ist also von Vernunft und Unvernunft, vonVernünftelet und Sophistik die Rede, so unterscheideman, wessen Unvernunft und Vernunft dies war?wer solche Aussprüche veranlasset oder daran Theilgenommen habe? „Warum muß ich meinen Na-men leihen, spricht die Vernunft, zu dem, was eineGilde, (Schule oder Facultät genannt,) oderwaS ein Toller in ihr gesagt hat? Afterrcdnerei ists,wenn ich, was ein Thor in der Klause sprach, derallgemeinen Menschenvecnunft zucigne. Eine gesammte,leider aber verflogne reine. Menschenvernunst fandRitter Astolfo nur im Monde:
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Statt also ein blaues Mahrchen zu kritisiren,lasset uns vom Gange der Menschenvernunst nachZeilen und Völkern lernen. Jedes Volk hat
seine