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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

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Raum und Zeit formten unsre Sinne nicht; wirformten die Begriffe von Raum und Zeit rin Ge-genständen , erfahrend. Auch im ödesten Traumist uns kein Raum und keine Zeit ohne Gegenstanddenkbar: denn nehmen wir in diese schreckliche Einödenicht uns selbst mit e

Als organisirte Wesen sind wir angehörigdem Allgemeinen. Im ersten Anblick der Dingssahen wir ein unermessenes Sichtbare; im erstenSchall körten wir ein unermessenes tönendes Univer-sum ; unser Gefühl knüpfte uns in tausend Fädenan einen Knäuel, den wir fortwährend entwirren undloswinden. Ueb ermannend halt ein Universumuns fest; wir sind ein Besonderes nur durch ein'Allgemeines.

Und eben dadurch ein innig Bestimmtes, Ge-staltetes, organisirres Besondre; unser Verstand kannnicht anders als sinnlich, d. i. mittelst der uns ge-gebnen Form Begriffe, sich erwirken. Jeder Sinnhat wie seine Bildung, seine Welt, seine Art derAneignung, so auch seine Sphäre. Schärft unsreSinne, gebet uns deren mehrere, so, nur so ge-winnen wir neue Gegenstände und Denkformen. Inder alten thut sich uns eine neue Welt auf.

Aber auch in der uns zugeordneten Sphäre ge-winnen wir nicht alle Begriffe in gleicher Nahe,iy gleichem Verhältnis Jeder Gegenstand hatsein Licht, seinen Schatten; das Gemahlde da-von wird uns in Farben klar, die ihm Verstand,Wille, Neigung, Organisation geben. So moduli-ren sich Gcdankenweisen wie Tonarten in uns; soHandlungen und Gestalten.