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II. Vernunft
daß man ein göttliches Daseyn und eine Zukunstfürchte *), ist ein knechtischer Prügel-Glau-be; jener und dieser, ohne Schminke zu reden,sind Spitzfindigkeiten, aus Selbstgefälligkeit, Heuche-lei und Schwachheit erkünstelt, nichr aber Vernunst-und Herzensglaube.
So lahm geht die Kritik mit ihrem prakti-schen Kanon der reine n V er nun ft, undihren dadurch gefundenen zwei „Glaubensarti-keln" hinaus *H. Was sie vorn gebietend weg-warf, nimmt sie hinten am mißlichsten Ort unbese-hen wieder. Anerkennet die Vernunft keine Ord-nung und Harmonie in der Natur, so darf siesolche auch in der moralischen Natur nicht anerken-nen. Sind sie dort selbstständig, vielmehr sind siees hier: da moralische Ordnung, Güte und Schön-heit als Eigenschaften und der schönste Erwerb srei-wirkender Wesen nothwendig auf sich selbst beruhen,und durch cine herbeigezwungene fremde Idee, sismache hoffen oder fürchten, ihre eigne Art verlieren.Der postulirte Gott der kritischen Philosophie, erwerde als ein Hoff- oder Schreckgespenst aufgefüh-ret, ist also ein Ungott für die Moralität, ihremaus einander fallenden Sostcm ein erbettelter Noth-nagel. (Usus idsotttwLAslius,
Nicht eben die angenehmste Bemerkung ist es,daß gerade diese Schleichpforte des prag-matischen Doctcinal- und moralischenGlaubens yon hinten hinein der kritischen
*) S. 858.
") S. 858.