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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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II. Vernunft

sehen Glauben." *) Einem so gläubigen Arztmüßte sein Pragma gelegt werden; er fordere di«Kranken unter die Erde. Ein Arzt, der die Krank-heitnicht kennet" und doch verschreibt, weiler etwas lhunm ;" besten Glaubeb los zu-fällig" ist, d. i. der in allen Symptomen nichtsBestimmendes siebet,das vielleicht ein andrer bessertreffen kann ," ist nach dem alten bedeutenden Na-men ein Pfufrber. Ueberhaupt ist dieser Glaubeder Geschicklichkeit" ein sehr ungeschickter Glaube;mein Zutrauen auf die Mittel zu meinem Geschäftmuß auf Ansicht des Verhältnisses beider zu einan-der, mithin auf Gründe gebaut seyn, oder ichpfusche, d. i. ich tappe im Dunkeln.

10 .D octri n a lg lau be,"

In blos theoretischen Urtheilen giebt es einAnalogon von praktischen., auf deren Fürwahrhal-tung das Wort Glauben paßt, und den wir dendoctrinalen Glauben nennen können. Wennes möglich wäre , durch irgend eine Erfahrung aus-zumachen, so möchte ich wohl alles das Meinigedarauf verwetten, daß es wenigstens in ir-gend einem von den Planeten, die w i r fehe n,Einwohner gebe. Daher sage ich, ist es nichtblos Meynung, sondern ein starker Glaube,(auf deffen Richtigkeit ich schon viele Vortheile desLebens wagen würde) daß es auch Bewohner andrerWelten gebe. Nun müssen wir gestehen,daß die Lehre vom Daseyn Gottes zum doctrinalen

*) S. 85r.