und Sprache.
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Eben so ist es mit den Grundsätzen der Sitt-lichkeit bewandt, da man nicht ans bloße Meynung,daß etwas erlaubt sey, eine Handlung wagen darf,sondern dieses „w issen mu ss." Eine barte Be-hauptung ! indem es Trotz aller gewissen Grundsätzebei jeder einzelnen Handlung auf die Verknüpfungderselben mit dem Grundsatz ankommt. Diese kannnicht anders als durch die Ueberzeugung desHandelnden, folglich nach seiner innersten Mey-nung geschehen, die sich selten in ein klares Wissenauflvset. Sey Jeder hiebei s e i n e r Meynung ge-wiß; der allgemeine Grundsatz kann diese nicht ver-treten.
9. „Pragmatischer Glaube."
„Es kann überall blos in praktischer Be-ziehung das theoretisch-unzureichende FürwahrhaltenGlauben genannt werden. Diese praktische Ab-sicht ist nun entweder die der Geschicklichkeitoder der Sittlichkeit; die erste zu beliebigenund zufälligen, die zweite aber zu schlechthin noth-wendigen Zwecken. Der Arzt muß bei einem Kran-ken, der in Gefahr ist, etwas thun, kennt aber dieKrankheit nicht. Er sieht auf die Erscheinungen undurtheilt, weil er nichts besseres weiß, cs sey dieSchwindsucht. Sein Glaube ist s e Ib st in sei-nem eigenen Urtheile blos zufällig,ein andrer möchte es vielleicht besser treffen. Ichnenne dergleichen zufälligen Glauben, der aberdem wirklichen Gebrauch der Mittel zu gewissenHandlungen zum Grunde liegt, den pragmati-
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