und Sprache.
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ohne theoretische keine praktische Vernunft statt findet,so erhellet gar nicht, wcßbalb die Vernunft in diesedrei Gemeinplätze beschränkt, an drei Wörtergebunden, eine Disputantin über drei Kathcdcrfra-gen seyn und bleiben müßte. Werden diese Katheker-fraqen endlich sogar drei Kanzelfragen, über welche:„was glaubst du? wie lebst du? was hcffest du?"nach jedem Evangelium einst Jahrgänge von Predig-ten gehalten wurden:
r. „Was kann ich wissen?
2 . Was soll ich thun?
3. Was darf ich hoffen?
in welchen Fragen alles Interesse der Vernunft, dasspeculative Interesse sowohl als das praktische sichvereinigt *): so wird die theoretische Vernunft nichtanders antworten können, als:
r. Wissen kann ich, was für mich erkenn-bar ist.
2 . Thun soll ich, was aus diesem Wissen für
mich folget.
3. Hoffen darf ich, was sich hoffen laßt. Und
so stehen wir, wo wir waren.
Der exkanonisirten. reinen Vernunft folgt einAbschnitt
„Vom Meynen, Wissen und Glauben."
'Der Sprachgebrauch fast jedes Worts ist darinverändert.
i. ,,Fürw ahrh a lten."
Das Fürwahrhalten soll seyn „eine B e-
*) S. 833.