wir Behauptungen der Art gerade hin ir ratio-nelle Grundsätze in grammatisch-logischem Sinnnennten? So insultiren sollte man die menschlicheVernunft auch nicht in Scherzen und Paradoxen.
Der Kanon des Verstandes war: „verstehe!"der Kanon der Vernunft ist: „vernimm!" Nichtaber: „dialektisire, streite, hadrc; oder gar ver-nünftle!" Eines Mißbrauchs wegen, der durch eineWelt von Umstanden veranlasset ward, den achtenGebrauch und die Natur unsres edelsten Vermögensanfbebcn, heißt mehr als durch eine Bulle iw cosnadie gcsammte Menschen - Vernunft exkanoni-siren *).
Auch wird sie in ihre Rechte nicht eingesetzt,wenn man ihr eine andre, die sogenannte prakti-sche Vernunft, und zwar mit drei Gegenständen
1. ,,Der Freiheit des Willens,
2 . Der Unsterblichkeit der Seele,
3. Dem Daseyn Gottes,
als der Endabsicht **), worauf die Spekulation derVernunft im rranScendenkalcn Gebrauch zuletzt dochhinauslauft," substituiret. Denn zu geschweige»,daß in der Methodologie vom Inhalt der Erkennt-nisse abstrahirt werden sollte; zu geschweige», daß
*) Uebernehme es ein andrer, nicht demüthige Aus-
flüchte der menschlichen Vernunft - sondern stand-hafte Belehrungen über einen Wahn (uns raison-ans raison) einzugeben, der durch sich nichlS'ist.