und Sprache. 377
„Der transcendentalen Methodenlehre
zweites Hauptstück.
Kanon der reinen Vernunft." *)
„Wo kein richtiger Gebrauch einerErkcnntn ißkraft möglich ist, da giebt eSkeinen Kanon: denn dieser ist der Inbegriff der
Grundsätze a priori des richtigen Gebrauchs g e-wisser Erkenntnißvermögen überhaupt. So wardie transccndcntale Analytik der Kanon des reinenVerstandes: denn der ist allein wahrer synthetischer
Erkenntnisse a. priori fähig. Nun ist aber allesynthetische Erkenntniß der reinen Vernunft in ihremspeculativen Gebrauch gänzlich unmöglich; alsogiebts gar keinen Kanon des specula-tiven Gebrauchs derselben, (denn die-ser ist durch und durch dialektisch) son-dern alle transrrndentale Logik ist durch und durchDisciplin." **)
Eine Erkenntnißkraft, bei welcher keinrichtiger Gebrauch möglich ist; einereine Vernunft, deren Gebrauch durch unddurch dialektisch, d. i. zanksüchtig und recht-haberisch ist, die keinen Kanon hat, noch habenkann, wohl aber einer vierfachen Disciplin bedarf,die bei der Disciplin keines Kanons, die ohne Kanonder Disciplin fähig ist; wäre cs zu kühn, wenn
*) S. 823.
") S. 82t».