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Zur Philosophie und Geschichte Theil 14 (1820) Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft
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lind Sprache. 359

3 . Die Philosophie nahm einen andern Weg,nicht weil sie einen andern Vcrnunftgebrauch odereine eigne kransccndentale Bernnnftform erfodert;sondern weil ihr ein weiteres, tieferes Feld der Be-griffe zukcmmt. Mit Maas, Zahl und ihren be-stimmten Zeichen kann die Mathematik, solangeMond und Sonne in ihrem Lauf fortgchn, ihr Ge-schäft treiben. Die ältesten und neuesten Bemühun-gen der Mathematiker knüpft» sich aneinander: dennWaas und Zahl bleiben immer dieselbe. Die Phi-losophie hingegen, die das Daseyn der Dinge, ihreEigenschaften, ihr Achnliches und Unähnliches, jatiefer hinein Ursache und Wirkungen erforschen undbei allem diesem auch das Maas nicht vernachlässigensoll, das in ihrem Gebiet versteckter lieget, und den-noch jedem Dinge zukommt, ohne Zweifel hat sieein ungleich schwereres, längeres, vielartigeres Ge-schäft als jene ihre nur Erosienbcstimmcnde, Schwe-ster. Nicht mit Einer Kategorie umfaßt sie dieDinge; in allen Kategorien,, die des Maaßes selbstnicht ausgeschloffen, dazu in allen Rücksichten undAnwendungen vom höchsten bis zum geringsten Ge-brauch des Lebens findet sie ihr Werk. Alle Gegen-stände der Welt soll sic construircn, soweit die Na-tur, ihre Meister - und Schülerin, ihr unumschränk-ter Herr und ihr folgsamster Diener reichet. Weralso die Mathematik, weil sie an viele Wissen-schaften gelegt wird, und die Philosophie, die allediese Wissenscbaften selbst in sich begreifet, an In-halt und Umfang gleichsttzt, thut eben, so viel, alswenn er das Maas, das an eincn Menschen gelegtwird, dem Inhalt und der ganzen Beschaffenheitdieses Menschen in allen Rücksichten gleichsctzke